Schlag ins Gesicht

Verzwiflung. Das ist das Wort was meine Gefühle am besten beschrieben hat. Im März 2013 betrog er mich das zweite Mal. Auch diesmal erfuhr ich es nicht von ihm, sondern ca. 1 Woche später von einem Mädchen mit dem ich noch nicht mal so mega gut befreundet war. Ich weinte. Brach in er Schule zusammen. Freunde kamen zu mir und fragten "Hat es ihr jemand gesagt?". Alle wussten sie es. Alle außer ich. Ich war erschüttert. Mein Herz gebrochen und mein Stolz und Selbstwertgefühl ebenfalls. Ich wusste nicht was ich tun sollte. Ich ging nicht auf ihn ein. Schreib nicht mehr zurück. Die vergangenen Tage vorher hatten wir viel Zeit verbracht. Und es war so schön und harmonisch wie lange nicht mehr. Das Problem war nur, dass jetzt wo ich davon wusste, ich nicht einordnen konnte wie viel von alle dem wahr gewesen ist. Rein theoretisch hätte die ganze Beziehung eine einzige Lüge sein können. Er kam nicht auf mich zu und fragte ob wir reden wollten. Nichts dergleichen. Und als wir dann irgendwann sprachen, machte er ziemlich schnell deutlich, dass es ihm zwar Leid tue, dass er es allerdings nicht so sehr bereuen würde wie beim ersten Mal. Das zerstörte mich abermals vollkommen. Ich bat ihn um einen letzten Kuss, welcher leider in mehrern endete. Bis heute kann ich mir nicht erklären warum ich das von ihm wollte.

In der Zeit danach versuchte ich das ganze zu verarbeiten. BIs auf den Zusammenbruch in der Schule hatte ich kein einziges Mal mehr geweint. ich dachte, dass ichd amit klar kommen würde. Überspielte die Situation meinen Freunden und der Familie gegenüber. Sagte, dass es mir gut gehen würde. Doch schon bald wurde klar, dass mein Körper das nicht so sah. Ich stürzte mich in den Sport und in die Schule. War engagiert und so gut wie lange nicht mehr. Aber meine Psyche trug einen Schaden davon. Irgendwann veränderte sich mein Körper und alle gingen davon aus, dass es sich um eine Allergie handeln würde. Man konnte nichts finden, woran es  hätte gelegen haben können. Irgendwann stellte ein Ärztin fest, dass das mit dem psychischen Druck zusammen hing. Ich war erschrocken. Ebenso meine Familie und Freunde. Ich konnte es nicht glauben. Ich war doch davon ausgegangen dass es mir gut gehen würde.

18.11.13 23:34, kommentieren

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M

Ich frage mich oft woher dieses ständige Gefühl vom Unglücklichsein kommt...

Es ist nicht so, dass ich einen Grund dazu hätte. Beim besten Willen nicht. Ich habe eine wundervolle Familie und tolle Freunde. Ich habe auch keine Geldnot. Habe einen Job und bin gut in der Schule. Was für einen Grund habe ich also so zu denken, wie ich es so oft tue?

Ich glaube, dass es an der Angst vorm Alleinesein kommt. Ich hatte einen Freund. Einen ganz wundervollen. Wir kamen ganz unverhofft zusammen und am Anfang hätte ich nie gedacht, dass mich mal jemand so glücklich machen könnte. Aber er tat es. Und wir liebten uns. Von ganzem Herzen. Er war mein bester Freund und meine erste große Liebe in einer Person. Er war der erste, der mir zeigte, dass das was in Büchern steht wirklich wahr sein kann. Dass man jemanden so sehr liebt dass es wehtut und dass man alles für denjenigen tun würde. Ich weiß, ich bin erst 17. Aber gerade deshalb empfinde ich es als großes Glück in diesem jungen Alter jemanden gefunen zu haben, der mir genau dieses gefühl geben konnte. Andere warten darauf vielelicht ihr ganzes Leben. Wir waren 1 Jahr und ca. 3 Monate zusammen. Und Ja - er hatte Fehler. Und ich war auch nicht die ganze Zeit glücklich. Aber heißt es nicht, dass wenn dein Leben keine "Auf's und Ab's" hat, dass man dann quasi tot ist? Wir stritten uns, aber es war auch nicht eine Sekunde so, dass ich daran Gedacht habe Schluss zu machen. Ich liebte es ihn glücklich zu machen. Ich machte ihm kleine Geschenke und es gab nichts schöneres ihn sich daraufhin freuen zu sehen. Seit er in mein Leben trat habe ich mich vollkommen verändert. Obwohl das den meisten glaube ich nicht aufgefallen ist. Es ist die Art wie ich denke oder wie ich auf Situationen oder Dinge blicke. Es ist so, dass er es jeden Tag aufs neue schaffte, mir ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. Auch dann wenn ich gar nicht lachen wollte. In schwierigen Situationen war er bei mir. Und ließ mich nich los bis ich mich beruhigt hatte. Ich konnte mit ihm lachen, weinen, spielen, kämpfen, albern sein und all das tun worauf ich Lust hatte. Wir fuhren zwei mal zusammen in den Urlaub und es war jedesmal eine so wunderschöne Zeit, dass ich es sogar im Nachhinein kaum fassen konnte. Er machte mich zum glücklichsten Mädchen. Einfach weil er er war. Ich war nicht immer einfach und auch nicht immer fair ihm gegenuber und das weiß ich. Ich habe ihn oft kritisiert oder war beleidigt oder eingeschnappt. Aber er akzeptierte mich immer mit diesem Fehler. Dass ich eben immer nach solchen Fehlern suche. UNd selbst wenn ich glücklich bin, das Glück nicht fassen kann, sondern es immer wieder anzweifel. Aber mit der Zeit lernte er damit umzugehen. Dann nahm er mein Gesicht in seine Hände und sagte nur "Baby, es wird alles gut. Ich bin bei dir und ich liebe dich. Und du liebst mich. Also mach dir keinen Kopf. Du bist wundervoll so wie du bist. Und perfekt für mich". Es war eine Geschichte wie im Film. Ich liebte seine Familie und verbrachte gerne Zeit mit ihnen. Auch ohne Ihn. Sie akzeptierten mich ebenfalls und schon nach kurzer Zeit hatte ich ein zweites Zuhause. Wir waren ein tolles Paar. Viele, die uns sahen, blickten uns an und waren neidisch. Aber darum ging es mir nie. Es war einfach das schönste Gefühl zu wissen, dass da immer jemand ist. Jemand der dich liebt und jemanden den du genauso sehr liebst. Das Gefühl, dass es immer irgendwo Halt gibt und man nicht jede Sekunde daran Zweifeln muss ob die Gefühle des Anderen noch genauso da sind. Er war wundervoll.

Bis zu einem Tage. Es war glaube ich der 30.11.2012. Als er abends auf einer Party war. Er wollte danach zu mir kommen und bei mir schlafen. Dann rief ich ihn irgendwann an um zu fragen wann er kommt. Und auch seinen besten Freund rief ich an. Doch ich erreichte niemanden. Außer einen gemeinsamen Bekannten. Dieser meinte dass er ihm Bescheid sagt, dass er sich bei mir melden soll. Irgendwann kam die kurze Nachricht "kann ich dich kurz anrufen?" . In diesem Moment wusste ich sofort dass etwas nicht stimmte. Und der Bekannte rief mich an. Er sagte nur "Es tut mir Leid, aber er macht grad mit einer Anderen rum". ich brach zusammen. Ich weinte so sehr wie ich noch nie in meinem Leben geweint hatte. Meine Mutter, welche bereits im Bett war (und das ist ein Stockwerk drunter) wachte auf weil ich so sehr weinte. Alles was ich am Telefon noch herauspressen konnte war "hol ihn da weg". Danach war ich zu keinen Worten mehr im Stande. Es brach mir das Herz. In dieser Sekunde hatte ich das Gefühl innerlich zu zerbrechen. Und ich wusste, dass ich diesen Schmerz nie vergessen könnte. Ich rief ihn an. Meinte dass er zu mir kommen sollte. Er war ziemlich betrunken. Weinte - und sagte,dass er sich gleich auf den Weg zu mir machen würde. Als er eine Stunde später (in der ich immernoch weinend in den Armen meiner Mutter lag) noch nicht da war, fing ich an mir Sorgen zu machen. Ich rief ihn wieder an und erreichte niemanden. Sein bester Freund sagte mir dann, dass er schon auf dem Weg zu mir war. Aber umgedreht ist und zurückgefahren ist. Mir wurde es komplett schwarz vor Augen. Ich hatte in dieser Zeit kein Zeitgefühl. Keine Ahnung ob Stunden oder nur Minuten vergangen waren. Ich fühlte mich taub. Am ganzen Körper. Spürte nichts mehr. Mein Körper bebte und die Tränen liefen ungehemmt meine Wangen hinunter. Irgendwann war er dann da. Meine Mutter ließ uns alleine. Er weinte. Flehte um Verzeihung. Aber ich war einfahc nur taub. Ich weinte noch nicht mal mehr. Er war wirklich sehr, sehr betrunken und musste sich übergeben. So holte ich einen Eimer, wischte seine Stirn und seinen Mund ab und kümmerte mich um ihn. Obwohl ich nur noch angewidert war. Irgendwann schlief er dann ein. Ich lag wach neben ihm und noch immer bebte ich. Ich stand auf. Konnte neben ihm nicht liegen bleiben. Ging aufs Sofa. Versuchte zu schlafen. Gab auf. Guckte Fernsehen. Mein Körper bebte immer mehr. Und irgendwann war nur noch Wut und Enttäuschung übrig. Ich stand auf, weckte ihn. Schlug ihn. Wollte eine Erklärung. Er weinte. Erzählte mir alles. Ich brach abermals in mir zusammen und weinte und weinte. Ich sagte, dass ich Zeit brauchen würde und schmiss ihn raus. Um 7 Uhr morgens. Er schrieb mir den ganzen Tag wie Leid ihm alles tun würde. Und ich wusste schlichtweg einfach nicht was ich noch glauben konnte. Ich blieb bei ihm. Ich weiß nicht warum, aber ich liebte ihn dennoch von ganzem Herzen. 2 Wochen konnte ich ihn nicht küssen. Ich habe es versucht. Aber ich konnte nicht. 2 Monate nicht mit ihm schlafen. Er bemühte sich. Er meldete sich jeden Tag. Er hatte gemerkt wie nah er dran war mich zu verlieren. Und dafür dass er das tat, um mich kämpfte, liebte ich ihn nochmehr. Irgendwann beschloss ich, die Sache hinter mir zu lassen. Und eine wunderbare Zeit brach an. Irgendwann verebbten seine Bemühungen. Was für mich allerding nicht allzu schlimm war, sondern mir eher das lang ersehnte Gefühl von Gewohnheit wiedergab. 

18.11.13 00:37, kommentieren